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Aufgaben

Karikatur der Bamberger Bürgerwehr. Originalaquarell von E.T.A. Hoffmann, Bamberg 29.04.1809 (I R 63).
Kolorierter Holzschnitt mit Darstellung der gerechten Entlohnung der Arbeiter durch die hl. Kunigunde (Pfennig-Wunder). Der Heiligen Leben, Nürnberg: Anton Koberger, 05.12.1488 (Inc.typ.Ic.IV.20).
Doppelseitige Miniatur aus der Bamberger Apokalypse: links thronender Herrscher mit Aposteln und Personifikationen der untertänigen Völker, rechts Triumph der Tugenden über die Laster. Reichenau, um 1010 (Msc.Bibl.140, fol. 59v/60r).

Das Aufgabenspektrum der Staatsbibliothek ist aufgrund der heterogenen Bestände und vielfältigen Funktionen sehr weitgespannt.

Als Allgemeinbibliothek mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt spielt sie für die Literaturversorgung von Stadt und Region Bamberg eine zentrale Rolle und steht jedermann für wissenschaftliche Zwecke, berufliche Arbeit und persönliche Fortbildung offen.

Als Regionalbibliothek sammelt sie das Schrifttum aus und über Bamberg und Oberfranken möglichst vollständig, außerdem dokumentarisches Material von und über Persönlichkeiten, die durch Geburt oder Wirken mit der Region verbunden sind. Sie erschließt das oberfränkische Schrifttum in der Bayerischen Bibliographie, die über die „Bayerische Landesbibliothek Online“ allgemein zugänglich ist. Die Staatsbibliothek Bamberg verwahrt außerdem neben der Bücher-, Handschriften- und Graphiksammlung des Historischen Vereins Bamberg die Bibliotheken der Naturforschenden Gesellschaft, des Kunstvereins, der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft und des Frankenbundes. Die Bestände der Bibliothek von Schloss Weißenstein in Pommersfelden und der Bibliothek des Metropolitankapitels Bamberg können im Lesesaal der Staatsbibliothek bereitgestellt werden.

Seit 1987 ist die Staatsbibliothek Bamberg auch oberfränkische Pflichtbibliothek, d.h. jeder Verleger in Oberfranken ist gesetzlich verpflichtet, der Staatsbibliothek seine Publikation in mindestens einem Exemplar zu Dokumentations- und Archivierungszwecken kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ihren Ruf als Forschungsbibliothek von internationalem Rang verdankt die Staatsbibliothek den Beständen der ehemaligen Stifte und Klöster sowie der alten Universität, deren wertvollste Handschriften auf Schenkungen Kaiser Heinrichs II. (1002-1024) zurückgehen. Zudem versorgt sie in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek, mit der seit 1975 ein Kooperationsabkommen besteht, die Angehörigen der Universität Bamberg mit moderner Forschungsliteratur, die sie laufend erwirbt.

Einblick in ihre wertvollen Bestände gewährt die Staatsbibliothek durch die Vorlage von Faksimilebänden im Lesesaal, die virtuelle Handschriftenpräsentation in der Eingangshalle und die regelmäßige Bestreitung von Wechselausstellungen mit eigenen Handschriften, Drucken und Graphiken.